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Was fühlst du?

Heute betrachte ich meine ausgeprägte Gefühlswelt als eine Einladung des Lebens in dessen Vielfalt zu sein.

Alle Farben des Regenbogens zu fühlen und die Strahlen der Sonne sowie die Tränen des Himmels auf meiner Haut zu spüren.


Gefühle sind universell und doch individuell.

Sie sind weder gut noch schlecht. Sie sind.

Entscheidend ist, wie wir ihnen begegnen.


Die Kunst, unsere Gefühle wahrzunehmen, ist, ihre Sprache zu verstehen.

Und deren körperliche Ausdrucksform in Worte und Handlungen zu übersetzen.

Gleichzeitig die Akzente anderer zu verstehen.


Denn im Dschungel unseres Seins sind sie Wegweiser dessen, was im Innen ist und sich im Aussen abspielt.

Die Gefühle sind Spiegel unserer grössten Wünsche und tiefsten Ängste.

Und versteht man einst die Wurzel ihres Ursprungs, bieten sie Nährboden für Wachstum.


Wenn du Glück spürst, ist es Glück?

Oder Zufriedenheit?

Und wie definierst du Glück oder Zufriedenheit?


Spürst du Wut?

Oder ist es doch Frustration?

Vielleicht Neid?

Und wo in deinem Körper nimmst du deine Gefühle wahr?


Manchmal sind die Töne der Empfindungen ganz leise.

Manchmal ganz schön laut.

Und oft bemerke ich selbst erst im Nachgang, dass in mir etwas nachhallt.

Dann nehme ich mir Zeit.

Höre hin und versuche zu verstehen.


Auch sind die Unterschiede der emotionalen Ausdrücke nicht kolossal. Es sind Nuancen.

Und genau die verleihen dem Ganzen die eindrucksvolle Spannweite.


Die Gefühlswelten sind also Ozeane. Mit verborgenen Schätzen.

Und wir reiten die Wellen dessen, was ist. Manche Wellen sind gross, spülen uns fort.

Dorthin, wo es weh tut.

Weg von uns selbst und oft zu unserem Kern.


Andere sind klein und lassen uns sein. Gewähren Ruhe und verleihen dem grossen Ganzen ihren Schein.

Ganz gleich, wie sie verlaufen. Sie kommen und gehen.

Die Wellen. Unsere Gefühle.

 
 
 

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