Was will ich wirklich?
- Adriana E. Feller

- 2. März
- 2 Min. Lesezeit
Abseits der digitalen Welt und der gesellschaftlichen Norm existiert eine Realität.
Unsere Realität.
Meine Realität.
Also was will ich in dieser Welt wirklich?
In meiner Welt.
Ist es die Radtour um den See, der Marathon oder die Altbauwohnung in einem angesagten Viertel?
Sind es die Klimmzüge, der Festivalbesuch, die Kinokarten oder das Stricken eines Pullunders?
Oder sind es die nächtlichen Eskapaden beim Tanzen und der Rausch des Giftes, der durch meinen Körper strömt?
Oder doch lieber die verklebten Augen am frühen Morgen, um den Gipfel beim Sonnenaufgang bereits erklommen zu haben?
Was ist mit Yoga, Pilates und Meditation?
Ist es die Weltreise, der selbstausgebaute Van oder das Auslandsjahr?
Will ich den Bachelor, den Master oder die Weiterbildung?
Will ich überhaupt Karriere machen?
Oder reicht mir einen 9-to-5-Job?
Verlobung, Hochzeit, Kind?
Oder doch lieber Flirts und das Unverbindliche?
Offene Beziehung?
Und wann lese ich eigentlich das nächste Buch?
Der Strauss der Möglichkeiten ist bunt.
Fast zu bunt.
Kunterbunt.
Was will ich also wirklich?
Ich will lebendig sein.
Den Puls, der durch meine Adern strömt, spüren.
Mich selbst fühlen.
Will frei sein.
Frei von Erwartungen, frei von Be- und Verurteilung.
Ich sehne mich nach der Utopie, ein Leben zu führen, in dem der Hedonismus das Zepter in der Hand hält und die Gelassenheit Regie führt.
Ich möchte dem nachgehen, was in mir ein Feuer entfacht.
Ich möchte im Moment leben.
In dem Moment, in dem Raum und Zeit keine Rolle spielen.
Im Hier und Jetzt.
Freude spüren.
Laut lachen.
Ein Kribbeln im Bauch spüren.
Ein Kribbeln, das mich fliegen lässt.
Keines, das mich ausbremst.
Ich will dem nachgehen, was mir gefällt, damit meine Augen vor Glückseligkeit glänzen.
Ich will Träume verwirklichen.
Erfüllung spüren.
Zufrieden sein.
Mit der Welt.
Meiner Welt.
Mit mir.
Ich möchte nicht darüber nachdenken, ob mir Applaus entgegenkommt oder nicht.
Weil es keine Rolle spielt.
Ich will all die Dinge, die mich freudig leben lassen.
Weg vom Vergleichszirkus der medialen Welle hin zur eigenen Realität.
Ich will mich nicht um Täler sorgen, weil mich die Angst der Meinung anderer antreibt.
Ich will Tiefpunkte als das, was sie sind, sehen: Wachstum.
Und nicht scheitern.
Ich will nicht stehen bleiben.
Angetrieben sein.
Von meinem Willen.
Von mir.
Also, was will ich wirklich?
Den Mut, ich zu sein.
Und nun frage ich dich:
Was willst du wirklich?




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